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Kommentar von Alois Slominski

"Alexander Kluge hat einmal ein schönes Bild gebraucht: Der Mensch, wie alt auch immer er sei, trägt die Lebensalter der Vergangenheit in sich wie die russische "Puppe in der Puppe" (Matrioschka). Daran musste ich denken, als ich ihr wundervolles Kinderbuch "Winrich, der Erdbeerfrosch" las. Plötzlich war ich der zehnjährige Junge, der sich köstlich über die Abenteuer von Hups uns Pups amüsierte. All die anderen Akteure, die mit den alliterierenden Namen auftauchen: Zoowärter Klaus Käfig, das Meerschweinchen-Mädchen Sabine Schnupper und ihre vier Geschwister, die vier Ratten Rattati, Rattata, Rattato udn Rattatui, Freddi Frostig, Peter Pause, Guido Gatter, Rita Reckdich, Elmar Eintopf, Rudi Rohrleger, usw. usw. Köstlich der Einfall mit Bernadette Bouillon, alias Berta Brühe! Wieviel Phantasie! Die auf kindlichen Spieltrieb (Versteckspiel im Zoo), auf kindliche Neugier (Geisterzug um Mitternacht), auf kindlichen Wissensdurst (Taumata, der Ort mit dem längsten Namen der Welt), auf kindlichen Ängsten (Zahnarzt, Alarm im Fahrstuhl) und Wünsche (Ferien auf dem Bauernhof) zugeschnittenen Situationen haben eine heilsame pädagogische Wirkung ohne pädagogisch und belehrend zu wirken. Ich glaube, daß Ihre Geschichten allen Lesekindern gefallen muß. Bei mir jedenfalls haben sie, wie gesagt, die Erlebniswelt früher Kinderjahre in Erinnerung gebracht. Und deswegen sage ich Ihnen Dank für ein paar schöne Stunden."

(Alois Slominski)