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Ein bunter Hund geht durch die Stadt

Ein bunter Hund geht durch die StadtDie Kinder vom Kindergarten der „Frechen Fröschchen“ finden auf einem Gully-Deckel einen dreckigen „Wischlappen“, der plötzlich zu bellen anfängt und sich als kleiner, schmutzigen Hund herausstellt. Nachdem er in der Badewanne mit viel Seifenschaum gewaschen wurde, kommt die zweite überraschung: Er ist ein bunter Hund, der sogar noch sprechen kann. „Dr. Kunterbunt, Arzt für Flöhe, Katz‘ und Hund“ findet heraus, dass es sich um ein Hunde-Mädchen handelt. Es bekommt den Namen „Sarabella“: Sara nach ihrer Besitzerin und Bella, weil sie so schön ist. Alle Kinder lieben sie und gehen jeden Sonntag mit ihr spazieren: Ein bunter Hund geht durch die Stadt.

Das Besondere an diesem Buch ist: es gibt es zweimal. Einmal als Vorlesebuch mit vielen bunten Bildern. Und einmal das gleiche Buch, aber mit Bildern zum Ausmalen. So bekritzeln die Kinder nicht das schöne Lesebuch, sondern können die Bilder von ihrem bunten Hund ausmalen und später, wenn sie selbst lesen können, aus ihrem eigenen Buch vorlesen.

 

 

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Der bunte Hund wird gewaschen   Der bunte Hund wird trocken geföhnt

 

 

Leseprobe

8. Wie soll der bunte Hund denn heißen?

Es ist morgens 8 Uhr. Im Kindergarten der „Frechen Fröschchen“ ist schon viel los. Die Eltern kommen und bringen ihre Kinder. „Tschüss, tschüss, viel Spaß und einen schönen Tag wünschen wir euch“, rufen sie ihren Kindern beim Abschied zu. Winke, winke, dann sind sie weg.

Alle Kinder sind inzwischen da: Mia, Leo, Max, Martha, Marie, Benni, Paula, Sara…Sara…Sara? – „Nein, Sara ist noch nicht da“, stellt die Kindergärtnerin Katharina fest.

Aber da öffnet sich auch schon die Tür. Saras Eltern schieben ihre kleine Tochter ein bisschen nach vorn, weil sie doch ein wenig schüchtern ist und – naja – eine kleine Überraschung auf dem Arm trägt.

„Was hast du uns denn da Schönes mitgebracht“, will Katharina wissen und nimmt die kleine Sara in den Arm. „Das wollen wir alle wissen“, rufen die Kinder Sara entgegen. Jetzt ist Sara ein bisschen mutiger geworden. Sie tritt in die Mitte des Speiseraumes, dreht sich nach allen Seiten um. Jeder soll ihre kleine Überraschung sehen.

„Schaut mal, was ich hier habe“, ruft sie voller Freude. „Das ist der schmutzige Scheuerlappen, den wir gestern auf dem Gullydeckel gefunden haben. Es ist in Wirklichkeit ein

b u n t e r H u n d!!!

Die Kinder reißen ihre Augen weit auf. Das ist ja wirklich ein echter bunter Hund. „Darf ich ihn auch mal streicheln“, bittet Mia. „Ich will ihn auch mal auf den Arm nehmen“, wendet sich Paula an Sara. „Einer nach dem anderen“, sagt Sara. „Wir haben doch den ganzen Tag Zeit.

„Vielleicht hast du ihn auch nur mit den Farben aus deinem Tuschkasten angemalt“, sagt Max. „Und er ist in Wirklichkeit gar kein bunter Hund“, ruft Leo dazwischen.

Dann ist es plötzlich ganz still in dem Raum. Der kleine bunte Hund hebt sein Köpfchen, wackelt mit seinem knallroten Puschel- Schwänzchen und sagt plötzlich: „Ich bin der einzige bunte Hund, den es auf der Welt gibt. Und wer es immer noch nicht glaubt, der kann ja mein Fell mit ein bisschen Wasser waschen. Dann wird er sehen, dass die Farbe echt ist.“

„Der – hat – ja – tatsächlich – gesprochen…“ rutscht es Max heraus. „Der ist nicht nur bunt, der quatscht sogar wie wir.“ „Es ist ja auch ein Zauberhund“, denkt sich Sara und will gerade ihr kleines buntes Wollknäuel zum Streicheln an Mia geben.

Da melden sich Martha und Marie: „Wir wollen wirklich wissen, ob die Farben echt sind oder ob man sie mit Wasser wegwaschen kann.“ Sie holen aus dem Toilettenraum einen großen Schwamm, halten ihn unter die Wasserleitung und gehen wieder zurück zu Sara. „Na, dann rubbelt mal schön“, sagt der bunte Hund und hält sein Fell hin. Sara glaubt, dass er dabei sogar ein bisschen gelächelt hat.

Marie und Martha versuchen mit dem Schwamm die Farbe von dem bunten Hund abzuwaschen. Aber so sehr sie sich auch bemühen. Der bunte Hund bleibt ein bunter Hund – der einzige, den es auf der ganzen Welt gibt – und der auch noch sprechen kann.

„Wie heißt denn dein Liebling“, wollen die Kinder von Sara wissen. Aber sie zuckt nur mit den Schultern. „Der hat noch keinen Namen.“

„Den wollen wir nach dem Frühstück gemeinsam suchen“, schlägt Katharina vor. „Ihr könnt euch ja schon mal ein paar Gedanken machen…